Vereinsgründung mit Hindernissen
 
 

Schon bei der Durchführung der Gründungsversammlung taten sich einige

Probleme auf. Im Ortsteil Rahm standen geeignete Räumlichkeiten - auch

für die einberufenen Übungsstunden und Proben - nicht zur Verfügung.

Und wie so oft, wenn es um Raumbeschaffungsprobleme für die Gartenstadt

Jungferntal ging, sollte das evangelische Gemeindezentrum an der Willstätter

Straße Rettungsanker sein. In Pfarrer Helmut Eichler fanden die jungen

Musikfreunde einen Menschen, der sich mit ihren Interessen identifizierte

und bei der Lösung des Problems Hilfe leistete.
 
 

Im November 1981 kamen 23 Interessenten zusammen, die auch ihre Bereit-

schaft bekundeten, Mitglieder der Jungferntaler Blasmusikanten zu werden.

Initiatoren dieses Treffens waren Lothar Winkler und Manfred Kotosch. Sie

wurden von der Versammlung zu Geschäftsführern gewählt. Mit der Führung

der Kassengeschäfte wurden Karin Sammer und Gerhard Witzler beauftragt.

Karola Krause und Christine Winkler übernahmen die Schriftführeraufgaben.

Lothar Winkler wurde gleichzeitig auch die Aufgabe des musikalischen Leiters

übertragen. Er besaß die Attitüden eines Ernst Mosch, und das offenbarte nicht

nur die von ihm bevorzugte Musik. Auch die "Lustigen Musikanten" verschafften

sich gleichsam einen "Look der Berge" und traten in schwarzen Kniebundhosen,

roten Strümpfen, Trachtenjacken und dem berühmten Luis-Trenker-Hut auf.

Zunächst waren es ausschließlich Mädchen im schulpflichtigem Alter, die mit der

Zustimmung ihrer Eltern musizierten, aber nach kurzer Zeit waren sie schon das

unterrepräsentierte Geschlecht. Das gesetzte Ziel, bereits im Sommer 1982 den

ersten öffentlichen Auftritt zu bestreiten, wurde nach harter und disziplinierter

Arbeit, frei von Hektik und mit finanzieller Unterstützung der Eltern für die

teuren Instrumente, erreicht. Von Stund an war das Orchester in aller Munde.

Nichts konnte das besser belegen als 60 Auftritte im Gründungsjahr.

Die Jungferntaler Blasmusikanten begleiteten fortan fast alle Siegesfeiern,

Vereinsfeiern, Nikolausfeiern und Kinderfeste im Jungferntal, dazu kamen

Adventskonzerte und die zahlreichen musikalischen Blumensträuße bei Familien-

feiern.
 
 

Als gegen Ende der 80er Jahre die musikalische Darstellungskunst des

Orchesters ihren Höhepunkt erreichte, machten sich Unterlassungssünden der

Vergangenheit bemerkbar. Schwierigkeiten ergaben sich zwischen dem Vorstand

und dem Klangkörper. In der Festschrift zum fünfjährigen Jubiläum konnte

man lesen "Musik ist die eine Seite, lebendige Gemeinschaft die andere Seite

unseres Vereinslebens". Der Wahrheitsgehalt dieser Charakterisierung

wurde schnell erkennbar. Der Substanzverlust beim Bestreiten getrennter

Wege war so groß, daß er auch von keinem anderen Verein schadlos zu bewältigen

gewesen wäre.
 
 

Mit großer Opferbereitschaft haben in jeder Hinsicht Willi Korsten als neuer

gewählter 1. Vorsitzender, Ingrid Goertz als neue Stellvertreterin und

Torsten Wilhelm als musikalischer Leiter alles in ihren Kräften und Möglichkeiten

stehende getan, das Orchester wieder an die vorhanden gewesene Leistungs-

fähigkeit heranzuführen.

Nach dem plötzlichen Versterbens unsere 1. Vorsitzenden Willi Korsten

und des Rücktritts der Stellvertretenden Vorsitzenden Ingrid Goertz,

wurde im Jahr 2011 ein neuer Vorstand gewählt.

Der neue 1. Vorsitzende Michael Goertz und sein

Stellvertreter Nils Korsten führen nun den geschäftlichen Teil des Vereins.

Impressionen aus 30 Jahren
Verinsgeschichte

 


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